Searchfind

Wer sucht der findet

Leben nach dem Tod

Im Laufe der Jahre ist für mich alles einfacher geworden, und ich möchte dem Leser zwei Kernthesen zum „Leben nach dem Tod“ mit den entsprechenden Bibelstellen zur wohlwollenden Prüfung vorlegen. Was darüber hinausgeht, halte ich für zunehmend unwesentlich.

1. Wer mit Jesus Christus verbunden ist, erlebt seine Auferstehung sofort im Augenblick des Todes und lebt leiblich vor dem Herrn.

Das in ihm bereits jetzt vorhandene Auferstehungsleben2 wird sofort in jener Welt offenbar. Geschichtlich, also in dieser Welt, aber erst bei der Wiederkunft Jesu. Für diese These spricht der Spruch Jesu von Johannes 11, 25-26 im Rahmen der leiblichen Auferweckung des Lazarus.
Zusätzlich hilft uns der Vergleich folgender Schriftstellen:
„Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn. Ich werde aber von beidem bedrängt: Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser.“ (Phil. 1, 21-23).
„Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein.“ (1.Thess. 4,16-17). Das erste Mal spricht Paulus von seinem Sterben. Das zweite Mal von der Auferstehung. Ist hier ein Unterschied im Resultat erkennbar? Nein! Beide Male ist das Ergebnis: „Beim Herrn.“ Die griechische Präposition syn (mit oder bei) ist bei beiden gleich! Das zeigt doch klar eine gleiche Qualität beider Aussagen.3

2. Wer sich Jesus Christus gegenüber verschlossen hat, kommt unwiderruflich an einen Ort der Qual.

Ob es der Jesus Christus ist, der uns in der Verkündigung des Evangeliums begegnet 4, oder der Jesus, mit dem wir eine Weile gelebt haben 5, oder der Jesus, der uns in Schöpfung und Gewissen begegnet 6: Wer sich willentlich von ihm bzw. von dem, was er von ihm weiss, abwendet und dabei verharrt, dem bleibt nach Hebräer 10,27 nur ein „furchtbares Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird 7“. Ein endgültiges Gericht kommt also unaufhaltsam auf ihn zu und kann nicht durch irgendein Verhalten in irgendeinem Zwischenzustand nach dem Tod abgewendet werden: „Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber kommt das Gericht“. 8
Die einzige klare Andeutung einer Art von Zwischenzustand im Neuen Testament finden wir in Offenbarung 20, 11-15. Dort werden die Toten durch eine Auferstehung aus dem Totenreich herausgeholt, gerichtet und in den so genannten Feuersee geworfen, wenn ihr Name nicht im Buch des Lebens stand, d.h. keine innere Verbindung zur Quelle des Lebens, Jesus Christus, bestand. Wie es dort im Totenreich genau zuging und wie dort die Zeit verging, wissen wir nicht, aus dem Alten Testament ist nur bekannt, dass es ein Ort der Hoffnungslosigkeit ist, der Finsternis, des schattenhaften Wesens, wo Gott nicht gepriesen werden kann, der Stummheit, des Dahinvegetierens.9 Aber das steht hier überhaupt nicht im Blickfeld, sondern ihre Bestimmung. Es geht nicht um das Totenreich, sondern um das, was danach kommt!
Selbstverständlich bleiben viele Fragen offen, sehr viele sogar. Aber – müssen wir alles wissen? Sollten wir nicht demütig mit den offenen Fragen leben, auf Gottes vollkommene Gerechtigkeit vertrauen und uns freuen über das, was klar ist? Jesus hat seine Endzeit- und Jenseitslehre so zusammengefasst:
„Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden: die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben zur Auferstehung des Gerichts.“10

1. Im grossen Auferstehungskapitel
   1. Kor. 15
6  Röm. 1,18-20
2  vgl. Röm. 8,11  2. Kor. 5,1ff 7  vgl. 2. Thess. 1,6-9; Mt. 25,41;
    Röm. 2,8-9 und viele mehr.
3  Auch 2. Kor.5,1-10 8  Hebr. 9,27
4  Mk. 16,15-16 2. Sam. 22,5-6; Hiob 17,13;
    Ps. 6,6; 31,18; Pred. 9,10
5  Hebr. 6,4-6 10  Joh. 5,28-29
   


zurück