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Das liebe Geld!

Über Geld spricht man nicht!

 
Über Geld wird viel gesprochen und geschrieben. Dies, obwohl die wirklich Reichen nicht müde werden zu betonen: „Über Geld spricht man nicht, man hat es.“ Geld ist ein zentrales Thema, wobei die meisten über Geld sprechen, das sie nicht haben. Was ist los? Warum geben öffentliche, betriebliche und private Hände mehr und immer mehr aus, als sie einnehmen?

 
Der Schlüssel um Umgang mit Reichtum und Geld liegt einmal mehr im Wort Gottes!

 
Zufriedenheit und Grosszügigkeit – reine Utopie?

 
Wie aber wird man zufrieden und grosszügig? Weil das menschliche Herz dies offensichtlich nicht schafft, braucht es eine übergeordnete Sichtweise. Weshalb nicht einmal die Sicht des biblischen Gottes prüfen?

Aus Gottes Sicht kommen wir nackt auf die Welt und verlassen sie auch so. Alles, was wir dazwischen besitzen, ist uns zur Verwaltung anvertraut. Die Bibel beschreibt das mit dem griechischen Begriff „oikonomos“, was Verwalter, Treuhänder, Hausmeister oder Vermögensverwalter heisst. Wir sind also alle Verwalter oder – Englisch ausgedrückt – Manager Gottes.

Über 2'350 Sätze der Bibel beziehen sich auf den Umgang mit Geld und Besitz! Jesus hat das Thema häufiger angesprochen als irgendein anderes. Warum wird in der Bibel so viel über Geld und Besitz geschrieben? Ganz offensichtlich darum, weil einerseits Geld und Besitz in unserem Leben eine wichtige Rolle spielen. Andererseits weil wir aus unserem Herzen heraus damit nicht richtig umzugehen wissen.

 
Aus den vielen biblischen Prinzipien zum klugen Umgang mit Geld und Besitz erwähne ich nur zwei, die auch helfen, Habsucht und Gier zu kurieren:

 
1.       Die biblische Sicht sieht Arbeit als Teil des menschlichen Daseins zur Bewahrung und Ordnung der Schöpfung; als Methode, die persönlichen und gesellschaftlichen Bedürfnisse abzudecken. Viele Menschen versuchen täglich, ohne entsprechende Arbeit zu Geld zu kommen! Schnelles Geld ohne schnelle Arbeit. Wer kein Spekulant, Glücks- und Lottospieler ist, ist out. Schulden machen ist einfach geworden; alle können Geld ausgeben, ohne dafür vorgängig gearbeitet zu haben. Das hoch entwickelte, globalisierte Wirtschaftssystem, die so genannte Leistungsgesellschaft ist aber weder in der Lage für globalen Ausgleich und Existenzsicherung zu sorgen, noch allen Leistungswilligen Arbeit zu geben.

 
2.       Eine wichtige biblische Form der Finanzverwendung ist, neben der Versorgung derjenigen, für die man die Verantwortung hat, das Geben. Geben können ist ein Vorrecht, darum macht Geben glücklicher als Nehmen. Leider können wir Armut nie ganz beseitigen, aber die verbreitete Logik „Ich kann nicht alles tun, also tue ich gar nichts“ ist völlig falsch. Beim biblischen Geben geht es nicht primär um Quantität. Das Geben an sich ist wichtiger als das Ausmass. Aber aufgepasst: Es liegt in der Natur des Menschen, seine Möglichkeiten des Gebens zu unterschätzen. Geben meint in der Bibel nicht einfach ein Geschenk zu machen, sondern für Ausgleich zu sorgen. Geben ist ein Ausdruck des Gerechtigkeitsstrebens und damit eine Form der Friedenssicherung. Nicht nur der „soziale Frieden“ ist gemeint, sondern auch der Friede im Herzen. Geben ist auch Medizin gegen den Trieb, zu horten und immer mehr haben zu wollen. Wir müssen wieder lernen, nutzfrei und ohne Gegenleistung zu geben – nicht nur Geld, sondern auch Zeit, Gefühle, Liebe.

 
Wie gewonnen so zerronnen!

 
„Wie gewonnen so zerronnen“ sagt der Volksmund. Was ist gewonnen und was ist zerronnen? Die meisten Menschen besitzen heute mehr als ihre Eltern und Grosseltern. Aber sie brauchen auch mehr Zeit für das Haben und haben darum immer weniger Zeit für das Sein. Viele dienen schon lange dem Geld, statt dass das Geld ihnen dient. Gewonnen haben Habsucht und Gier, zerronnen sind Zufriedenheit und Freiheit. Gott hat die Menschen als freie Verwalter seiner Schöpfung eingesetzt, aber immer mehr werden sie abhängige Sklaven ihrer Arbeitgeber und Gläubiger. Das kann nicht richtig sein!

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