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Wer sucht der findet

Warum ich Christ geworden bin!

Was für einen Gott kennen Christen?

        Ich stosse immer wieder bei solchen Diskussionen an meine Grenzen, und darum will ich einfach mal für mich und dich einiges Aufzeichnen um zu Argumentieren.

        Jeder Christ oder Nichtchrist der schon versucht hat, andere Menschen mit Argumenten zu überzeugen, sollte Mittlerweilen begriffen haben, das es für jedes Argument ein Gegenargument gibt. Dass es für jeden Glauben einen Gegenglauben gibt. Ich habe viele Bücher über Philosophie gelesen, und sie haben mich überzeugt. Dann habe ich viele  Bücher über Esoterik gelesen, und vieles davon hat mich auch überzeugt. Dann habe ich die Bibel gelesen, und war von ihr auch überzeugt.

        Warum aber bin ich bei Jesus hängengeblieben, und habe nicht weiter gesucht? Ich habe in meinem Kopf an viele Dinge geglaubt, doch als ich anfing an Jesus zu glauben, war es das erste mal, dass ich die Auswirkungen in meinem Leben sah. Jesus hat sich meiner schwierigsten Probleme angenommen, und mich von ihnen befreit, und kein anderer Glaube hat das getan. Das ist mein einzig wahres Argument für Jesus.

         Wenn man sich überlegt, ist dieses Argument schwierig zu verstehen, und noch schwieriger zu beweisen, man muss es selber ERLEBEN. Genau um das geht es. Jeder der ehrlich nach der Wahrheit sucht, wird irgendwann einmal auf die Bibel stossen. Und wer dort ankommt, der wird die Liebe Jesu spüren. Er wird merken dass sich etwas in seinem Leben verändert hat, und das muss der Beweis sein. Jesus löst das Problem dort, wo keine Messung oder Wissenschaft der Welt hingelangt, oder sich auskennt, nämlich in uns selbst. Gott hat uns so konstruiert, dass wir mit ihm eine Beziehung haben können. Doch er hat uns freie Wahl gelassen. Warum hat er das getan? Weil es ohne freien Willen auch keine Liebe gibt. Und deshalb gibt es Kriege, Elend und Gefangenschaften der Seelen auf der Erde. Weil sich die Menschen dafür entschieden haben.

         Es geht hier nicht um Argumente. Es geht hier um das Erleben! Ich war früher der toleranteste Mensch, und hasste alles intolerante. Seit dem ich aber Jesus persönlich kennengelernt habe, ist für mich klar, dass er die Wahrheit ist. Ich will nicht behaupten, ich könne Gott erklären. Aber ich würde sagen, dass ich Gott in meinem innersten Herzen spüre, wie jeder andere Christ. Wer er ist hat er uns gezeigt, aber wir können es eh nicht ganz verstehen. Trotzdem versuche ich hier einmal Gott zu erklären:

         Viele Menschen glauben Gott sei eine Energie, die alles umgibt und durchdringt. Dies nimmt jedoch Gott jegliche Persönlichkeit. Ein unpersönliches Wesen. Ich pflege viel mehr zu denken, das Gott etwas überpersönliches ist. Wenn Gott wirklich die Liebe ist, wie er von sich sagt, kann er gar nicht keine Person, oder nur eine Person sein. Es braucht mindestens zwei Personen, damit die Liebe überhaupt existieren kann. So muss Gott etwas überpersönliches sein, und nicht etwas unpersönliches.

         Das bringt mich zur nächsten Frage. Wie kann Gott Millionen von Gebeten gleichzeitig erhören, und Millionen von Situationen gleichzeitig klären? Hier liegt das Problem, so glaube ich, im Zeitgedanken. Schon Einstein (der kein Atheist war) erkannte, das die Zeit nur relativ ist; sie vergeht nicht überall gleich schnell. Wenn nun Gott selbst, die Zeit erschaffen hat, so müsste er ausserhalb der Zeit existieren. Er sagt von sich selbst: „Ich bin der Anfang und das Ende“ (Offb. 1,8).
Wohlgemerkt nicht: „Ich war der Anfang, und werde das Ende sein“. Nein, Gott ist jetzt der Anfang, und er ist jetzt schon das Ende. Das ist auch der Grund weshalb Gott schon die Zukunft weiss. Er bestimmt sie nicht, aber er kann schauen wie wir uns morgen entscheiden werden, weil für ihn jede Zeit immer Gegenwart ist.

         Verstehen wir langsam, warum Gott für uns unvorstellbar ist? Wie könnte er sich uns erklären? Wir könnten es nie begreifen. Wir sind geschaffen nach Gottes Ebenbild. Wir haben eine Persönlichkeit, was für eine Überpersönlichkeit wird Gott wohl besitzen? Unerklärbar!

         Jesus ist aus Gott „gezeugt“, deshalb ist er auch Gott, also aus dem Göttlichen. Wir aber sind „nur“ von Gott erschaffen. Wir sind nicht von derselben Art, sondern „nur“ sein Handwerk. Deshalb bringt er bei Jesus auch den Vater-Sohn Vergleich. Und ich glaube, besser könnte man dies uns Menschen gar nicht erklären. Wir würden es nicht verstehen, abgesehen davon ist es auch nicht wichtig.

Noch ein Argument für das Christentum:

         Jeder andere Glaube basiert auf Werken. Du musst dies und das tun um Gott zu gefallen, damit er dich nicht verflucht. Ritual um Ritual. Das Christentum ist der einzige Glaube, der auf Liebe baut. Jeder Christ der Gott kennt, der steht morgens auf, und das erste was er denkt ist: „Guten Morgen Jesus, schön dich heute wieder bei mir zu haben, ich freu mich riesig darauf, jetzt in der Bibel zu lesen, und ich freue mich mit dir zu reden (Beten)!“ Ich tu das nicht, weil ich das Gefühl habe, ich müsste, sondern weil ich Gott liebe! Diese Liebe ist für mich der absolute Beweis, dass es Gott gibt. Die Liebe für Gott und die Liebe für Menschen die man nicht kennt, für Menschen, die man eigentlich hassen müsste. Für jeden der das nicht kennt, ist das unvorstellbar, einen Peiniger zu lieben. Stell dir vor, du wirst wochenlang gefoltert und gequält, und du beginnst die Menschen die dich quälen immer mehr zu lieben und für sie zu beten. Ist das nicht die absolute Liebe Gottes? Für Menschen unmöglich zu erreichen. Doch Jesus kann diese Liebe in jedem Menschen der sich ihm hingibt auslösen.

         Jeder der Jesus nicht kennt, ist seinem Instinkt, seinen natürlichen Trieben, wie Stolz, Neid, Geiz, Zorn und Egoismus ausgeliefert. Doch wenn Jesus dich von all diesen Lastern befreit, kommt die wahre Persönlichkeit in Jesus erst zum Vorschein.